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Systematikgruppen, Teil:

Klick! Pädagogik und Bildungswesen
Klick! Allgemeines
Grundlagen

Klick! Philanthropen-Projekt
Renate Hinz ; Wilhelm Topsch. Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. - Oldenburg, 2000. - Ill.
Erst im 18. Jh., dem "Pädagogischen Jahrhundert", wurde die Erziehung als eigener Lebensbereich betrachtet. Großen Einfluß auf die Entwicklung der pädagogischen Theorie und des Schulwesens hatten die Philanthropen (auch Philanthropisten), die den religiös aufgeklärten, sittlichen, wirtschaftlich vernünftigen Menschen erstrebten; bedeutende Vertreter: J. B. Basedow (1724-1794), J. H. Campe (1746-1818), C. G. Salzmann (1744-1811), E. C. Trapp (1745-1818). Einführende Information in die geschichtlichen / geistesgeschichtlichen Hintergründe der Erziehung im 18. Jh. - Biographien o. g. Philanthropen. - Ausführliche Inhaltszusammenfassungen maßgeblicher Schriften der Philanthropen. - Internetadressen zu ausgewählten Philanthropen. [27.05.2001]

Klick! Grundlagen der erziehungsfreien Lebensführung
Hubertus von Schoenebeck. - Münster, 1997
Nach dem Aufkommen der Kinderrechtsbewegung und der postpädagogischen Strömung in der Wissenschaft legte d. Verf. gemeinsam mit Jans Bonte 1978 ein Konzept erziehungsfreier Theorie und Praxis vor: "Freundschaft mit Kindern" und "Unterstützen statt Erziehen", basierend auf einer "Amication" genannten Weltsicht, die auf dem tief verwurzelten Gefühl(!) ruht, daß die anderen Menschen einem selbst gleichwertig sind. Mit diesem Menschenbild und der Hypothese, daß Menschen von Geburt an das eigene Beste selbst spüren können, bezieht die Amication eine radikale Gegenposition zu der gegenteiligen Hypothese der Pädagogik. Als Erkennungsmerkmal pädagogischen Denkens definiert sie die Haltung des "Ich bin für dich verantwortlich", die nachhaltige Auswirkungen auf das Selbstvertrauen des Kindes, sein Vertrauen in und seine Beziehung zu anderen Menschen hat. Der Unterschied zwischen dem postpädagogischen und pädagogischen Erwachsenen liegt, wie anhand von Alltagssituationen und mit den Wirkungen auf das Kind illustriert wird, auf der Gefühls-, nicht der Handlungsebene. Der Erwachsene trägt Verantwortung zuallererst für sich selbst, seine Kommunikation mit dem Kind ist von Empathie getragen. Das postpädagogische Denken ermöglicht dem jetzt Erwachsenen, sich von den Deformationen zu befreien, die er durch die selbst erlittene pädagogische Erziehung erfahren hat. Der Prozeß, sich wieder zur Selbstverantwortung bekennen zu lernen, löst Ängste aus und mündet in Befreiung. Durch die pädagogische Erziehung wird das Kind (und der spätere Erwachsene) in egoistische Bahnen gelenkt, die ihm selbst und den anderen schaden. (VAB) [03.02.2001]

Klick! Autorenreferat, Langfassung, zu: Schule mit menschlichem Antlitz : Realität und Vision
Hubertus von Schoenebeck. - Münster : Schoenebeck, 2001. - 152 S. - ISBN 3-923345-09-7
Hubertus von Schoenebeck hat ein revolutionäres Buch vorgelegt, um die Freude am Lernen und Lehren wiederzufinden. In einem weitgefaßten Spektrum fächert er die vergessene und dunkle Seite der Schule auf und befaßt sich mit dem kulturellem Imperialismus der Schule, der Entmündigung der Eltern, der Mutlosigkeit der Lehrer und dem vielfältigen Leid der Kinder. Seine radikale und ungeschminkte Kritik und Analyse ist dabei stets achtungsvoll. Er lädt zum Innehalten und Nachsinnen ein und zeigt Wege, mit denen sich das Leid aller Betroffenen verringern läßt: Er macht praktikable Vorschläge für Eltern, wie sie im Umgang mit der Schule Streß abbauen und ihre Kinder entlasten können. Die Lehrer ermutigt er zu einem veränderten Selbstverständnis, durch das sie zu neuer Selbstakzeptanz gelangen. Seine Schultagebuchauszüge enthalten viele konkrete Tips, wie sich Kinderfreundlichkeit und Unterricht in eine gute Balance bringen lassen. Ein wahrhaftiges Buch, nicht nur für den Augenblick geschrieben, ein Buch voller Ideen, Tiefe, Einfühlung, Mut, Traum, Hoffnung und konkreter Hilfe. Für Eltern, Lehrer, Pädagogen, Psychologen, erwachsen gewordene Schulkinder. (Autorenreferat, Kurzfassung) [03.02.2001]

Klick! Die Entwicklung in der Pädagogik seit Beginn der siebziger Jahre
Lehrstuhl Allgemeine Pädagogik der Universität Bamberg. - Last change january 1998. - Bamberg, 1998
31 Lit.
Kursorischer Überblick über die Entwicklungsetappen. Wandlung von einer philosophisch-, hermeneutisch-, pragmatischen Disziplin zu einer forschungsorientierten Sozialwissenschaft. - Differenzierung in Disziplinen wie Schulpädagogik, Bildungsökonomie, Berufspädagogik, Erwachsenenbildung, Sozialpädagogik, vergleichende Erziehungswissenschaft usw.. - Kritische Erziehungswissenschaft als Folge der 68er Schüler- und Studentenprotestbewegung und wissenschaftlich orientierter Bewegungen wie v. a. der Frankfurter Schule der Kritischen Gesellschaftstheorie. - Ende der 60er Jahre "Emanzipation" als zentrales Thema, antiautoritäre Erziehung. - Einfluß der Humanistischen Psychologie, die letztendlich auch eine Reaktion auf den Wandel von einem optimistischen zu einem pessimistischen Zeit- und Lebensgefühl darstellt, in den 70er Jahren, neue Ansätze (schülerzentrierter Unterricht) als Antwort auf die Krise der spätkapitalistischen Industriegesellschaften. - Neue konservative Bewegung gegen die "Pädagogik der Neuen Linken" und "Antipädagogik" als radikale Gegentheorie. - "Neue Unübersichtlichkeit" (Habermas) in den 80er Jahren vor dem Hintergrund einer negativ besetzten Zukunft und generellen Ratlosigkeit. Jetzt deutet sich mit "Postmoderne" ein Absetzen von der jüngsten Vergangenheit an, geprägt von schnellem gesellschaftlichen Wandel. (VAB) [01.02.2001]

Klick! Antipädagogik und Kinderrechtsbewegung : Wege zur Freiheit des Kindes
Ulrich Klemm. - Überarb. und erw. Fassung des Artikels "Antipädagogik" aus H. J. Degen (Hg.): Lexikon der Anarchie. Bösdorf 1993. - Ulm, 2000
1 Anm. - 32 Lit.
Antipädagogik und Kinderrechtsbewegung entstanden in den 70er Jahren, die Begriffe werden oft synonym verwendet. Anliegen ist die Abschaffung von Erziehung. Davon ausgehend, daß Kinder von Geburt an über sich selbst bestimmen können, wird eine Eltern-Kind-Beziehung auf der Basis von Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung gefordert. Überblick über Vertreter, Initiativen, Themen. Letztere sind: Gleichberechtigung, "Frieden zwischen den Generationen", Abbau von Schulpflicht und Zulassung von Privatunterricht, Wahlrecht. Die Bewegung hatte keine unmittelbaren und dauerhaften Folgen, wirkt aber nachhaltig als Ideologiekritik an der Pädagogik und hat zu stärkerer Beschäftigung der Libertären mit dem Thema Pädagogik geführt. Antipädagogik ist zugleich auch eine Absage an Gewalt, Macht, Herrschaft auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Konstruktiv ist der Vorschlag "Unterstützen statt Erziehen". Danach sollen Erwachsene zu Freunden und Anwälten der Kinder werden und ihnen ein selbstbestimmtes Leben und Aufwachsen garantieren. (VAB) [02.02.2001]

Klick! Geisteswissenschaftliche Pädagogik
Lehrstuhl Allgemeine Pädagogik der Universität Bamberg. - Last change january 1998. - Bamberg, 1998
8 Lit.
Pädagogische Strömung zwischen 1945 und 1965, einer Zeit, die insgesamt geprägt war von Anti-Kommunismus, Betonung der familiären Werte und Pro-Amerikanismus. Kernaussagen der Theorie mit Zitaten eines wichtigen Vertreters, Hermann Nohl: Theorie-Praxis-Verhältnis, pädagogische Zielvorstellungen, Gesellschaftsbegriff. Stichwortartig Kritikpunkte an Nohls Pädagogik. Pädagogische Strömungen in Deutschland, die Nohl zu seiner Theorie geisteswissenschaftlicher Pädagogik verarbeitete. (VAB) [02.02.2001]

Klick! p@psych e-zine : das erste pädagogisch-psychologische e-zine im internet
Hrsg.: Werner Stangl. Johannes Kepler Universität Linz, Institut für Pädagogik und Psychologie, Abteilung für Pädagogik und Pädagogische Psychologie. - Linz
1 (1996) -
Die Beiträge werden vom editorial board begutachtet. Gewünscht werden im Interesse kreativer Nutzung des Internets Beiträge, die nicht in gleicher oder ähnlicher Form auch in traditionellen Printzeitschriften erscheinen könnten. Enthält Fachbeiträge, Projektvorstellungen, Rezensionen. [27.12.2000]

Klick! Gestaltpädagogik und Erwachsenenbildung
Olaf-Axel Burow. Universität Gesamthochschule Kassel, Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik. - Kassel, 1998
27 Lit.
Die Gestaltpädagogik, Teil der Humanistischen Pädagogik, resultiert aus Versuchen in den 70er Jahren, Konzepte der Gestalttherapie auf die Pädagogik zu übertragen. Sie versucht, persönlich bedeutsame Lernvorgänge zu fördern, will routinisierte Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster, die den Kontakt mit der jeweiligen Situation in unangemessener Weise unterbrechen können, herausfinden und bewußt machen. Will den Einzelnen befähigen, in personen-, situations- und gegenstandsangemessener Weise eine dynamische Balance zwischen den Ebenen Ich (Einzelner), Wir (Gruppe), Es (Thema), Globe (Um- und Mitwelt) zu finden. Berücksichtigt anknüpfend an das gestalttherapeutische Konktaktmodell idealtypisch vier Lernphasen: Ankommen im Hier-und-Jetzt (Vorkontakt), Klärung der Bedürfnisse hinsichtlich der Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand (Kontakt), intensiver Kontakt mit dem Lerngegenstand (Kontaktvollzug), eigene Veränderung durch den Kontaktvollzug (Nachkontakt). Anwendungsbereiche: Lehrer- bzw. Pädagogentraining, Unterrichts- bzw. Seminarkonzept, Organisationsentwicklung ("lernende Organisation"). Wirkungen gestaltpädagogischer Fortbildung: Differenzierung und Wechsel von Leitmotivkomplexen; Entwicklung einer personenzentrierten Haltung, neuer Dimensionen der Personenwahrnehmung; Prävention und Überwindung von Burnout. Umrisse einer Theorie Kreativer Felder, in der die Perspektive der Gestaltpädagogik liegen kann. (VAB) [06.05.2000] [04.06.2001]

Klick! Methodische Grundlagen der Erziehungswissenschaft
Werner Stangl. Johannes Kepler Universität Linz, Institut für Pädagogik und Psychologie, Abteilung für Pädagogik und Pädagogische Psychologie. Die Gliederung und wesentliche Teile stammen aus dem Vorlesungsskriptum "Methodologie" von Hubert Stigler. Universität Graz. - Linz, 1997. - Ill. - (Werner Stangls Arbeitsblätter)
Einführung in die Wissenschaftsmethodik und in wissenschaftstheoretische Ansätze verschiedener Schulen. Grundlagen der empirischen Erziehungswissenschaft (empirische Sozialforschung, Durchführung von Forschungsprojekten, Forschungsformen, Methoden der Datenerhebung). (VAB) [04.12.1999]

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Klick! Oben Ersterstellung: 22.08.1999. Letzte Aktual.: 05.09.2001. © Ingrid Strauch 1999/2001 |